Jun 12 2010

venez comme vous êtes

Published by floris under schwul

“komm wie du bist” sagt eine aktuelle französische Kampagne – zu McDonald’s nämlich und gern auch so, wie du eben bist: Unverstellt, ohne Vorurteilen zu begegnen, ohne besser sein zu müssen als du bist – mit Dreck im Gesicht oder als als schwuler Schüler, als sexuell aktiver Rentner oder telepathisch begabt als Darth Vader.

 

 

In dieser Kampagne wird Diversität serviert, McDonald’s als Ort und Hort der Freiheit und des Akzeptiertseins. Und Diversität macht sich heutzutage ganz gut neben Ökoburgern und grüngewaschenem Logo. Das Restaurant für jedermann, nach wie vor – nur eben aktualisiert.

Früher verstand McDonald’s unter Jedermann eher den kleinen Mann, den Familienvater, der sich zusammen mit Frau und Kindern nun auch einen Restaurantbesuch leisten konnte. Nichtelitär und familienfreundlich.

“Viele Diners und Hamburger-Restaurants zogen mit lauter Musik und attraktiven weiblichen Bedienungen vor allem männliche Jugendliche an. McDonald’s war hingegen auf im puritanischen Sinne „moralisch saubere“ Angebote für die ganze Familie bedacht.” (Wikipedia). Noch heute ist McDonald’s der größte private Anbieter von Spielplätzen in den USA.

Das katholische Nachrichtenportal kath.net sieht hier denn auch eine Kontroverse: Die Vertreter von Homosexuellengruppen begrüssten diesen Spot. Anders jedoch der Präsident der Amerikanischen Vereinigung für Anstand (American Decency Association), Bill Johnson: Seiner Ansicht nach verrate McDonald’s Millionen Menschen, die für traditionelle Familienwerte einstünden. Stattdessen fördere der Konzern „das gottlose Verhalten von einigen wenigen“.

Nathalie Legarlantezec, die Markendirektorin für McDonalds Frankreich erklärte hierzu: “Wir wollten den Blick darauf richten, wie die heutige französische Gesellschaft ist. Wir fühlen uns sehr Wohl bei dem Thema Homosexualität, es gibt offenkundig kein Problem mit Homosexualität im heutigen Frankreich.”

 

YouTube: Gay McDonald’s ad in France

Interessant hierbei, dass der junge Mann seinem Vater gegenüber nicht geoutet ist. Und dass das auch nicht so wichtig zu sein scheint: McDonald’s weiss es ja und akzeptiert ihn, das genügt.

Nur gut, dass Frankreich kein Problem mit Homosexualität hat.

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Jan 29 2010

Floris Blog überarbeitet

Published by admin under sonst

Ich habe Floris Blog endlich aktualisiert und technisch umgestellt. Ich möchte dem Blog eine neue Starseite verpassen und einzelne Blogeinträge als Magazin-Artikel herausstellen. Mal sehen, ob das so klappt, wie ich mir das vorstelle..

UPDATE: Durch die Umstellung ist es zu ein paar Fehlern gekommen, die ich – soweit möglich – von Hand korrigiere, also bitte nicht wundern. Ein bißchen was ist außerdem verloren gegangen :(

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Feb 26 2009

Sex mit Nazis

Published by floris under Musik,schwul

Es gibt eine Band: Die Bandbreite. Von der hatte ich noch nie etwas gehört, bis ich vor kurzem auf Der Anti-Deutsche gestoßen bin:

YouTube: Die Bandbreite: Der Antideutsche

Nicht schlecht, hab ich mir gedacht, eine deutsche Band, ziemlich politisch und engagiert, mit intelligenten Themen – wenn auch mit nicht immer ganz so intelligenten Texten. Aber sehr sympathisch.

Ich hab der Band hinterhergegoogelt und dabei widersprüchliches gefunden: Einen ziemlich gewalttätigen Text gegen den Kapitalismus zum Beispiel:

„.. Knick knack – Boom! – Kapitalisten – Knick Knack – Boom! – Kopfschuss! Kopfschuss! ..“ – naja, Kapitalismuskritik in allen Ehren, und ja, aus dem Kontext gerissen, sicherlich: nur bildhaft gemeint, aber für mich deutlich zu gewalttätig.

Nebenbei: Die Bandbreite bietet ihre Songs nicht z.B. unter cc-Lizenz auf ihrer Homepage an, sondern verkauft sie im angegliederten Shop, in dem es auch Tshirts und andere Produkte aus der bunten Welt des Merchandising gibt -  soweit zu Knick Knack Kopfschuss.

Aber ich will nicht zu undifferenziert werden: Auch ein Kapitalismuskritiker muß von etwas leben; in einer kapitalistischen Welt eben mit Hilfe kapitalistischer Mittel. Nun gut, und es geht um linken Hip Hop, da will ja auch eine Zielgruppe bedient sein..

Dann bin ich auf einen Flyer gestossen: „Die Bandbreite rockt nicht!“, von einer mir nicht näher bekannten, aber vermutlich selbsternannten emanzipatorischen „Linken“ (Quelle: de.indymedia.org):

Flyer der emazipatorischen Linken gegen die Bandbreite

Das hat die Band nun wieder in meiner Gunst steigen lassen. Nicht etwa, weil ich Homophobie und strukturellen Antisemitismus cool finden würde (siehe Flyertext) – selbstverständlich ist das Gegenteil der Fall – sondern weil jemand, der von einer solchen emanzipatorischen “Linken” auf diese Weise angegiftet wird, wenigstens irgendetwas richtig gemacht haben muß.

Dazu muß ich jetzt ein bißchen aus dem Nähkästchen meiner schwulenbewegten Vergangenheit plaudern:

Es war einmal vor langer Zeit eine schwule Party in der Roten Flora, mit allem was man sich wünschen kann – Darkroom inclusive, mit einer Videoanlage, auf der ein schwuler PorNo lief. Schwule Party, schwuler PorNo.

Dann stürmten emanzipatorische Linke diese Party, Heteros ihres Zeichens, zerstörten die Videoanlage und die Bildschirme, machten grölenden Aufruhr, die Party löste sich auf und sie gingen wieder.

Mir war zu der Zeit unerklärlich, was das sollte. Was sollten linke Heteros gegen linke Schwule einzuwenden haben? Die Antwort war: Die linken Partystürmer hatten theoretisch natürlich nichts gegen Schwule.

Aber: Es lief ein PorNo, in dem ein Mann einen anderen Mann in den Arsch f*t (darf man solche Worte in den Mund nehmen in einem öffentlichen Blog?).

In der Sichtweise dieser damaligen linken Heteros hatte der f*ende die Rolle eines Mannes und der gef*te die Rolle einer Frau. (Weil Sex immer nur zwischen Mann und Frau stattfinden kann.) Auf der Party lief also ein PorNo, in dem jemand in der Rolle einer Frau gef* wird. Ein solcher PorNo ist frauenfeindlich und ihn öffentlich vorzuführen ein Grund einzuschreiten! Die Party mußte also gestürmt und die Videoanlage zerstört werden.

So war das damals. Das ist eine wahre Geschichte.

Zurück ins Jetzt: Ist die Bandbreite nun homophob oder nicht? Diejenigen, die das behaupten, beziehen sich praktisch alle auf das Lied: Kein Sex mit Nazis. Hab ich mir also angehört. Und ich finde es absolut nicht schwulenfeindlich, im Gegenteil: Ich finde, es könnte sogar problemlos von einem ungeouteten Schwulen geschrieben worden sein :)

Vielleicht hat da bei den Heterolinken irgendjemand was nicht geschnallt. Oder ich hab da was nicht geschnallt, kann natürlich auch sein.. Meine Position zu dieser Band bleibt jedenfalls unklar. Ich werde mir entweder unbedingt oder keinesfalls ihre CD zulegen.

Hier das Video, meine sehr wertgeschätzte Leserschaft möge selbst urteilen: Homophob oder nicht?

YouTube: Die Bandbreite – Kein Sex mit Nazis (Studio 47)

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Feb 01 2009

Nachgeworfen: MGMT

Published by floris under Musik

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust.. :Sowas zu sagen wäre selbst für mich ganz schön pathetisch.

Denn nicht, daß man mich falsch versteht: MGMT zum Beispiel lasse ich mir schon nachwerfen.

Selbst von der Kulturindustrie, denn wer aus Fleisch und Blut ist schließlich nicht bestechlich?

 

 

MGMT steht für Management. Von Sony BMG betrieben, freundlich genehmigt und zur Verfügung gestellt:

Die Homepage von MGMT und das grandiose Video zu dem grandiosen Song Time to Pretend als HQ-Download.

UPDATE: Die YouTube-Variante von Time to Pretend ist leider gelöscht worden, aber dafür gibt’s (noch) das Making Of dieses Videos auf YouTube und als HQ-Download.

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Jan 31 2009

Elektrische Piraten

Published by floris under Freiheit

Der Umgang mit Ausschlussrechten an immateriellen Gütern, so wie er derzeit in Deutschland und in Europa betrieben wird, findet nicht meine Zustimmung.

Nicht nur, daß hierbei wegen des überraschend auf den Plan getretenen Internets plötzlich Gesetze unverändert gegen Menschen angewandt werden, die ursprünglich gegen Konzerne gerichtet waren.

Nicht nur, daß die KI, die Kulturindustrie, offenbar einen Überwachungsstaat anstrebt und diesen durch penetranten Lobbyismus und willfährige Politiker scheibchenweise auch zu erreichen scheint.

Aus meiner Sicht ist es so abgelaufen:

Die KI vereinahmt zunächst den Kulturbegriff, so daß man unter moderner Kultur inzwischen fast ausnahmslos die industriellen Produkte der KI versteht.

Danach erklärt sich die KI zur Besitzerin ebendieser Kultur, wobei auch dieser Begriff von Besitz – von der dinglichen Welt auf das Immaterielle übertragen – eine Konstruktion der KI ist und ihrer Lesart entspricht.

Diese Sicht der KI auf die Kultur sickert über viele Jahre in die gesellschaftliche Debatte und, schlimmer noch, in immer wieder in diesem Geiste überarbeitete Gesetze.

Inzwischen ist ein kreativer Umgang mit dieser zivilisierten Kultur fast nur noch unter Strafandrohung möglich, also praktisch unmöglich.

Die KI läßt eher den Gesetzgeber die komplette elektrische Kommunikation aller Bürger überwachen und so eine Infrastruktur der Totalüberwachung und Zensur aufbauen, als die Kontrolle über die Preisgestaltung zu verlieren.

Dabei geht es in weiten Teilen auch ganz ohne die KI.

Im Elektrischen Reporter gibt es zwei Ausgaben dazu:


ER: Elektrischer Reporter – Urheber 2.0: Jeder Nutzer ein Pirat? und Download.


ER: Elektrischer Reporter – Urheber 2.0: Was tun, wenn keiner kauft? und Download.

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Dez 22 2008

Er ist der Präsident!

Published by floris under Freiheit,Musik

In Deutschland müssen Bundesgesetze dem Bundespräsidenten zur Ausfertigung vorgelegt werden – erst wenn der unterschreibt, wird ein Gesetz gültig. Ist der Präsident der Meinung, ein Gesetz sei nicht verfassungskonform, dann kann er (muss er) die Unterschrift verweigern. Sehr oft tut er das aber nicht. Warum nur?

Ein Beispiel aus dem Umfeld des BKA-Gesetzes: In dessen Schatten basteln Zypries und Schäuble nämlich unermüdlich an einem weiteren Gesetz, das nun – quasi schon unabhängig vom sogenannten Terror – alle Stufen bis zum Vorfeld des Vorfelds des Vorfelds des Vorfelds des Terrors unter Strafe stellen will. Der Gesetzentwurf sagt u.a. folgendes:

Jemanden in die Luft zu sprengen ist verboten. Das ist klar und sofort einsichtig. Eine Bombe zu besitzen (1. Vorfeld) ist auch strafbar. Materialien zu besitzen, die man zusammenmischen kann, um daraus eine Bombe zu bauen (2. Vorfeld): Auch strafbar. Informationen und Anleitungen zu besitzen, die einem erklären können, welche Materialien man sich besorgen müßte, um eine Bombe zu bauen, um damit jemanden in die Luft zu sprengen (3. Vorfeld) : Strafbar.

Bald neu, das 4. Vorfeld: Mit jemandem in Kontakt treten, von dem man glaubt, daß er einem Informationen und Anleitungen beschaffen könnte, mit deren Hilfe man sich Materialien auswählen und beschaffen könnte, mit deren Hilfe man eine Bombe bauen könnte, mit deren Hilfe man jemandem in die Luft sprengen könnte (was einsehbarerweise verboten wäre): Nach dem Willen von Zypries und Schäuble soll das ebenfalls bald unter Strafe stehen.

Isländische Terroristen

(Foto: Postkartenaktion der Kampagne indefence.is)

Selbstverständlich bezieht sich das nicht nur auf Bomben, sondern auf die vierte Abstraktionsebene von Terror allgemein. Hier einige Details des Gesetzentwurfs. Was sich hierbei konkret hinter den Wort Terror verbirgt, kann uns bestimmt Gordon Brown beantworten, der vor kurzem Antiterrorgesetze gegen ausgerechnet Island angewendet hat.

Zypris sagt übrigens selbst zu ihrem Entwurf: “Wir wissen, daß das verfassungsrechtlich auf Kante genäht ist” (Das Zitat findet sich hier). Leider nicht das erste Mal, Frau Zypries.

Doch zurück zur Ausgangsfrage: Warum stoppt der Bundespräsident solche Gesetze nicht schon im Vorfeld, warum muß immer erst das Verfassungsgericht aktiv werden, um diesem Gesetzesterror das dunkle Handwerk zu legen? Na? Er hat einfach keine Zeit dazu:

YouTube: Rainald Grebe: Ich bin der Präsident.

Und P.S.: Das hier ist auch sehr lustig.

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Nov 08 2008

Buberlpartie

Published by floris under sonst

Kaum ein Lidschlag und schon ist ein Monat rum. Genaugenommen sogar über ein Monat, fast zwei Monate, wenn man so will. Dabei ist in dieser Zeit so vieles passiert, und über nichts davon habe ich geschrieben:

Stefan Petzner

Angefangen bei Jörg Haiders „Buberlpartie”. Plötzlich haben alle schon immer gewußt, daß der Dreiviertelfaschist Haider schwul gewesen ist. Parteifreund Stefan Petzner wird von der Zeit zitiert: „Er hat oft zu mir gesagt: ›Du bist mein Lebensmensch‹.”

Das klingt wie aus einem der schlechten Romane, die Martin Walser in den letzten Jahren unaufhörlich schreibt. Und nichts davon in meinem Blog, die Vorlage: Schwule Faschisten nicht angenommen, nicht genutzt.

Nichts über TIMM, das neue schwule Fernsehen, dessen Probleme mit dem Seitenverhältnis („Schwule und Technik..” habe ich in diesem Zusammenhang zu häufig gelesen, als daß ich es nocheinmal zitieren möchte) aber vor allem mit dem ätherisch schönen Noah aus Noah’s Arc – der alleine wäre schon fünf Blogeinträge wert. Aber: Nichts davon in diesem Blog.

Nichts über den Wahlsieg des jungen, hübschen und ausdrücklich nicht gebräunten Barack Obama, nichts über das BKA-Gestetz und nichts zum Thema Jugendpornographie, es ist ein Unglück, aber alles bleibt von mir unerwähnt.

Nichts über die Bankenkrise und den Credit Crunch, nichts über die Pleite der isländischen Kaupþing-Bank, die so nebenbei einen größeren Teil meines kleineren Vermögens mit sich gerissen hat, nichts davon findet Erwähnung in diesem Blog.

Und nochetwas ist passiert: Am 3. November ist Floris Blog ein Jahr alt geworden. Herzlichen Glückwunsch.

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Sep 12 2008

Freie Musik

Published by floris under Freiheit,Musik

Hätte ich vor ein paar Jahren von freier Musik gesprochen, dann hätte ich von so manchem Schlaumeier zu hören bekommen: „Frei von was? Das gibt’s nämlich so im Deutschen nicht, du meinst kostenlos!”

Naja, jetzt gibt es das: Freie Musik läßt dem Nutzer Freiheiten in der Benutzung, insbesondere die Freiheit, Musikstücke kostenlos weiterzugeben. Wikipedia drückt sich da wie immer umfassender aus (die alte Besserwisserin).

35 Places To Download Free, Legal MP3s klingt zwar wie der Text einer Spam Email, liefert aber tatsächlich eine ziemlich große Liste von Seiten mit benannter freier Musik – mir ist sie sogar ein bißchen zu groß.

Denn ohne den kapitalistischen Filter, der bei kommerzieller Musik vorgeschaltet ist, befindet sich in der großen Masse (IMHO) schon ziemlich viel Mist. Eine Seite mit wöchentlichen Charts freier Musik, das wär was für mich – vielleicht hat meine verehrte Leserschaft da einen Tipp?

Einmal durchgewühlt, finde aber auch ich etwas, hingehört:

pornophonique

pornophonique: 8-bit-lagerfeuer

Zitat aus dem Pressetext der beiden: eine gitarre. ein gameboy. ein c64. zwei typen. space invaders samples. lagerfeuergeschrabbel. gameboygedudel. auch gesang mit dabei. lowtech. lo-fi. micro. porn.

Naja, porn, sag ich jetzt mal, wohl eher nicht – aber ziemlich schöne Musik. Das Album steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Wer möchte, kann sich unter pornophonique.de für 12€ die CD kaufen und damit die beiden unterstützen; das herunterladen steht aber explitit frei, es gibt das komplette Album oder einzelne Stücke:

sad robot (download)

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take me to the bonuslevel because i need an extralife (download)

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lemmings in love (download)

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space invaders (download)

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i want to be a machine (download)

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1/2 player game (download)

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game over (download)

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rock’n'roll hall of fame (download)

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Aug 24 2008

Was wollen die ausgerechnet in Cardiff?

Published by floris under Filme,schwul

Wenn sie sich London ausgesucht hätten, na gut, aber Cardiff?

Wer? Die Außerirdischen selbstverständlich! Und die Zeitreisenden. Meist sind sie beides zugleich, und wannimmer sie die Erde vernichten wollen, beginnen sie ihr Zerstörungswerk in Cardiff – und wenn sie mit der Weltregierung Kontakt aufnehmen wollen, dann geschieht das immer über die dortigen Autoritäten.

Was ist da? Was ist da besonderes?

Nicht, daß ich damit etwas behaupten wollte, aber: Wo beginnt Madonna ihre aktuelle Welttournee? Na? In Cardiff. Und sieht sie nicht viel jünger aus, als das für einen Menschen ihren Alters im 21. Jahrhundert überhaupt möglich ist? Wieso fällt das niemandem auf?

Cardiff ist die Hauptstadt von Wales, ein 300.000 Seelen – Nest will ich jetzt nicht sagen – Hafenstädtchen im Südwesten Großbritanniens. Und in Llandaff, einem Stadtteil von Cardiff, hat die BBC Wales ihren Sitz. Mit 1.200 Mitarbeitern ist BBC Wales nach London zweitgrößter Produzent von BBC-TV-Inhalten.

John Barrowman

Die großartige Serie Life on Mars fällt in ihre Verantwortung, genauso wie Doctor Who seit dem Redesign 2005 mit dem Beginn der Series 1. Und einer der Spinoffs von Doctor Who:

Torchwood wurde von Queen Victoria nach einer Begegnung mit dem Doctor gegründet, um das Königreich gegen außerirdische Besucher wehrhaft zu machen. Das Torchwood Cardiff der Jetztzeit, um das es in der gleichnamigen Serie geht, wird von Captain Jack Harkness geleitet.

Und Captain Jack Harkness wird von dem atemberaubend hübschen John Barrowman gespielt (siehe Foto).

Barrowman ist nicht nur selbst schwul (auf dem Foto klick steht sein leider langjähriger Freund Scott Gill links neben ihm, aufgenommen beim Londoner GayPride 2006 – das wär ja was, eine Nacht mit Captain Jack Harness!), sondern auch der Captain fühlt sich von beiden Geschlechtern angezogen. Und macht daraus auch kein Geheimnis:

In einer der zuletzt gesendeten Folgen erwischt ihn seine Kollegin Gwen Cooper beim Sex mit dem niedlich ordentlichen Ianto Jones (gespielt von Gareth David-Lloyd) im Torchwood Hauptquartier. Sie entschuldigt sich, leicht peinlich berührt, aber nur wegen der Privatheit der Situation; er sagt: “Machts nichts, kein Problem”, und während er sich anzieht, sprechen sie über den aktuellen Fall.

Denn anders als Doctor Who ist Torchwood keine Familienserie, sondern richtet sich an ein erwachsenes Publikum. Dementsprechend, so Russell T. Davies, der Erfinder der Serie und Autor der ersten Folge, gäbe es dort auch explizite “lovemaking scenes” und “same-sex kissing in a romantic/sexual context”.

Nebenbei: Torchwood ist ein Anagramm von Doctor Who und wurde von der BBC lange als interner Titel für eben Doctor Who verwendet, um den Fortgang der extrem populären Serie geheimzuhalten. Die beiden Serien sind überhaupt – auch inhaltlich – sehr eng miteinander verwoben.

So waren die Reaktionen auf Torchwood in Großbritannien anfänglich auch sehr gespalten. Ein erwachsenes Doctor Who mit einem so hübschen, bisexuellen Helden – denn die Herren Doctoren sind zwar alle sehr sympathisch, aber nicht gerade sehr sexy – hat an einer viele Jahrzehnte alten Institution gerüttelt (der erste Doctor flackerte 1963 über britische Bildschirme).

Inzwischen hat die Serie aber locker mit Doctor Who gleichgezogen – sowohl was Zuschauerzahlen und Beliebtheit angeht, als auch bezüglich der Reaktionen der Presse. Denn Medienpreise heimst Torchwood mittlerweile einen nach dem anderen ein.

In Deutschland führen britische Serien allerdings, leider und nach wie vor ein Schattendasein – die Zeiten von Schirm, Charme und Melone und den Profis sind offensichtlich vorbei – amerikanische Serien sind angesagt. Meiner werten Leserschaft aber seien alle drei hier genannten Serien sehr, sehr ans Herz gelegt.

Viel davon gibt es mit einer deutschen Übersetzung auf DVD oder manchmal auch auf RTL27 um 2 Uhr Nachts zu sehen (ich übertreibe ein bißchen) – wer aber einigermaßen gut englisch versteht, dem stehen praktisch alle Folgen aller Serien als DVD zur Verfügung. Oder der hält sich an das von mir hochgeschätzte BBC Prime – im Digitalabo bei vielen Anbietern zu haben.

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Jul 04 2008

Travelling by octopus

Published by floris under Freiheit

Leider schon wieder ein Post, der mit Datenschutz zu tun hat; ich gelobe aber Besserung und werde meinen Fokus bei nächstbester Gelegenheit weiter aufziehen.. Einstweilen aber und aus aktuellem Anlass etwas über Google:

Reasons to travel by octopus

Als die alte Datenkrake Ende 2006 Youtube gekauft hatte, steckte hinter dem Videoportal plötzlich Geld. Und seitdem wird es auch von der Kulturindustrie immer wieder angegangen, gegen Verletzungen des Urheberrechts nicht genug zu tun.

So auch in einem aktuellen Prozess Viacom vs. Youtube: Damit Viacom nachweisen kann, daß sich Youtube-Nutzer in hohem Umfang nicht lizensiertes Material auf der Plattform anschauen, hat ein US-Gericht nun die Herausgabe sämlicher Logdateien von Youtube an Viacom verfügt. Dabei geht es um zwölf Terabyte Daten.

Auf Heise ist zu lesen: “[Ein solcher Datensatz] enthält die IP-Adresse des Rechners, mit der ein Nutzer ein Video betrachtet hat, den Zeitpunkt des Starts des Filmbeitrags, dessen Identifizierungsnummer sowie gegebenenfalls den Login-Namen des Anwenders. Aufgezeichnet werden die [...] Daten sowohl beim Anschauen eines Videos auf YouTube selbst als auch auf Drittseiten, in die ein solcher Filmschnipsel integriert ist.”

Diese Situation kann sich (ich würde mich sehr darüber freuen!) für Google zum Supergau entwickeln: Bisher hatte Google darauf vertraut, aus Gründen des Datenschutzes die eigenen Datensammlungen – die durch die Speicherung der IP-Adresse faktisch zu personenbezogenen Daten werden – nicht herausgeben zu müssen. Unabhängig davon durfte Google nach US-Datenschutzrecht die Daten aber überhaupt nur speichern, weil der Konzern argumentiert hatte, die IP-Adresse würde nicht ausreichen, um einen Personenbezug herzustellen.

Beides zusammen ginge nicht, befand der Richter, und verfügte die Herausgabe der Daten.

Weil diese Daten das Potenzial haben, Millionen von Internetnutzern in aller Welt – die sich gelegentlich ein Youtube-Filmchen anschauen – als Nutzer von urheberrechtsverletzendem Material zu enttarnen – was inzwischen in vielen Ländern Dank der Lobbyarbeit der Kulturindustrie eine Straftat ist – wurde es offenbar sogar Viacom mulmig: Der Medienkonzern beteuerte, es lediglich auf Google abgesehen zu haben und die Daten nicht personenbezogen auswerten zu wollen.

Im Moment schaut es so aus, als würden Google und Viacom sich darauf einigen, den Datenzugriff so zu gestalten (indem die IP-Adressen durch anonymisierte IDs ersetzt werden), daß ein Personenbezug nicht mehr hergestellt werden kann. Das grundsätzliche Problem einer zunehmenden Überwachung durch Staaten und Konzerne aber besteht weiter.

Wir brauchen ein Recht auf Anonymität im Internet. Und wir brauchen Gesetze, die die Diensteanbieter dazu verpflichten, diese Anonymität technisch sicherzustellen. Neben jedem für sich selbst, soll einzig der Staat diese Anonymität aufheben dürfen – und zwar nur im Einzelfall, bei einem konkreten Verdacht auf eine Straftat einer bestimmten Schwere. Die Speicherung von Daten auf Vorrat muß abgeschafft werden.

Alles andere führt über kurz oder lang zu einer Totalüberwachung des Internetverhaltens eines jeden Bürgers. Und ich bin davon überzeugt: So sicher wie sich eine Diktatur um totale Überwachung bemüht, führt eine totale Überwachung die westlichen Demokratien in eine informationelle Diktatur.

Näheres bei SpOn oder auf ZDNet.

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