Jun 29 2008

Matt tanzt um die Welt

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Wenn Matt tanzt, bekomme ich richtig gute Laune! Fast hatte ich es vergessen: Dies ist noch immer die schönste aller Welten!

 

 

Links: wherethehellismatt.com, Video auf Vimeo oder Youtube

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Jun 19 2008

Schweden wird Überwachungsstaat

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Die Zeit Online schreibt, das rege inzwischen niemanden mehr auf: Lediglich einige Verschwörungstheoretiker müßten sich ein neues Steckenpferd zulegen, die alten Hirngespinste seien inzwischen Realität. Auf SpOn finde ich zu meinem Bedauern bisher keine Zeile zu diesem Thema und auch bei anderen landet es versteckt im unteren Drittel unter IT-Welt oder dergleichen.

Schwedischer Fan

Ja, Schweden hat auch schöne Seiten, besonders die Landschaft, ich weiß. Jetzt aber hat die Mitte-Rechts-Regierung (es ist immer die Mitte-Rechts-Regierung) das sog. Lex Orwell verabschiedet:

An allen grenzüberschreitenden Datenkabeln werden Weichen installiert und dann sämtlicher Datenverkehr auf die Rechner der Försvarets Radioanstalt, dem militärischen Nachrichtendienst kopiert. Betroffen sind Telefon- und Internetverbindungen mit dem Ausland und solche mit dem Inland, die über ausländische Server laufen.

Der Zugang der Behörde zu diesen Daten ist unbeschränkt. Er erfolgt ohne Verdacht und ohne richterliche oder sonsteine Kontrolle von außen. Die auflaufende Datenflut wird, so ist es geplant, nach Stichworten und anderen Kriterien gefiltert und dann – so wäre es logisch – soweit im Umfang reduziert, bis was übrigbleibt zeitnah gesichtet werden kann – bis hin zu einer Live-Aufschaltung auf eine bestehende Kommunikation.

taz.de bezeichnet das als “umfassende und für eine westliche Demokratie bislang beispiellose Kontrolle allen IT- und Telefonverkehrs ohne jegliche Verdachtsmomente”.

Der Protest der (sonst wenig zu Protesten neigenden) Schweden gegen dieses Gesetz ging wohl vor allem von den dortigen Bloggern aus. “Am Ende”, so Heise, “klickten beunruhigte Bürger deren Webseiten zum Thema häufiger an, als die der großen Medien zur Fußball-EM.”

Genützt hat das allerdings nichts.

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Jun 18 2008

Rosa Listen 2.0

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Schäuble und Zypries hatten Mitte März ein Kooperationssicherheitsabkommen eingefädelt, demgemäß die Bundesrepublik Deutschland zukünftig nicht mehr nur Fluggastdaten an die USA übermittelt.

Merkel und Bush

(Foto: Zwei lupenreine Demokraten. Achtung: Dies sind nicht Schäuble und Zypries.)

Am 4. Juni hat das Bundeskabinett dieser notwendigen Maßnahme zur Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit und zum Schutz vor dem Terror zugestimmt.

Von nun an werden dem unaufhörlichen Datenstrom in die USA neben Fingerabdruck- und DNA-Daten Deutscher Bundesbürger auch Angaben über deren sexuelle Orientierung und eine Mitgliedschaft in Gewerkschaften beigemischt. (Altgediente ver.di-Schwuppen sollten schon mal für Guantánamo packen – und sich auf ein Stopover in Polen oder Rumänien einstellen.)

Ich wußte bisher nicht, daß unsere Regierung Daten über die sexuelle Orientierung ihrer Bürger vorhält. Bei den Nazis hießen diese Datensammlungen Rosa Listen, und sie wurden dazu verwendet, um Homosexuelle systematisch auszurotten. Was unsere Regierung damit will, weiß ich nicht.

Diese Daten jedenfalls werden ohne offizielles Ersuchen und mit Hilfe automatisierter Verfahren in die USA gepumpt. Die Regierung (unsere) hat entsprechende Verhandlungen immer bestritten (von den USA lernen, heißt Siegen lernen), jetzt aber hat die FDP gepetzt.

Danke an Caliban für seinen Post, ich hatte das nicht mitbekommen.

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Jun 12 2008

Absolutely Queer: Murathan Mungan

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Murathan Mungan gehört zu den besten Schriftstellern die ich kenne. Dabei hab ich gerade mal ein Buch von ihm gelesen – und in Deutschland ist er offenbar so unbekannt, daß es zu ihm nicht einmal einen Wikipedia-Eintrag gab. Das hab ich jetzt mal nachgeholt!

Mein erster Eintrag bei Wikipedia! Wer mag, kann ihn ja mal lesen – und dann versuchen sich vorzustellen, wie es dem jungen Murathan ergangen sein mag: Als wären die Umstände nicht kompliziert genug, muß er nun auch noch schwul sein (Kurde allein reicht offenbar nicht!). Und schlimmer: Was seine Umgebung verschämt verbergen möchte, heftet er sich offen an die Brust. Ich finde seine Haltung – ausgehend natürlich wie immer nur davon, was ich über ihn weiß – ziemlich heldenhaft.

Und an ihm ist auch leicht zu sehen, daß die Kategorie Absolutely Queer naturgemäß viel zu eng ist. Mungan ist unter anderem auch schwul, es steht nicht im Zentrum seiner Existenz, es steht auch nicht im Zentrum seines Schreibens. Aber: Es durchzieht und durchwebt sein Leben und seine Kunst.

Und weil dieser wichtige Aspekt oft unter den Tisch fällt – sei es, weil das Schwulsein von wohlmeinenden Heteros nicht verstanden oder von weniger wohlmeinenden mehr als nur nicht verstanden wird – muß anderenorts eine ergänzende Betonung auf diesen schwulen Aspekt gelegt werden. Und das versucht dieses Blog (und viele andere schwule Blogs).

Um das mal gesagt zu haben. Und um auch das mal gesagt zu haben: Es gibt auch schwule Helden!

Nun aber doch noch kurz in den Palast des Ostens, dem einzigen Buch, daß derzeit von ihm auf Deutsch erschienen ist: Es handelt sich dabei um eine Sammlung von fünf Erzählungen. In jeder davon wird die (Liebes-) Beziehung zweier Menschen zueinander aufgebaut. All diese Liebessituationen sind sehr unterschiedlich und dabei in ihrer emotionalen Dimension ungeheuer präzise und bewegend, vollkommen authentisch erzählt.

Die Protagonisten sind verletzend und verletzlich, inmitten von größter Zärtlichkeit geschieht die größte Brutalität – und andersherum. Alles hängt miteinander zusammen, bedingt einander – und es entsteht ein Alphabet von Archetypen, aus denen sich Beziehungen insgesamt buchstabieren lassen. (Man merkt, ich mag das Buch. Und ich setze noch einen drauf, man möge mir verzeihen:)

Mir fallen zwei Vergleiche ein, und höher kann ich das Buch eigentlich nicht einordnen: Die Metamorphosen von Ovid – weil ich die psychologische Präzision und die erstmalige Benennung von etwas Unbenanntem durch den Mythos wirklich vergleichbar finde und Reißt die Knospen ab.. von Kenzaburō Ōe, weil ich dort zum ersten Mal der (eine große Meisterschaft erfordernden) Technik begegnet bin, Brutalität ins Unerträgliche zu steigern, indem sie in tiefe und ehrliche Zärtlichkeit eingebettet wird.

Der Palast des Ostens ist ein wirklich beeindruckendes Buch von einem wirklich beeindruckenden Mann.

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Mai 17 2008

Kräftig bei den Eiern gepackt

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Zwangsprostitution ist eine schlimme Sache, darüber gibt es hier sicher keine zwei Meinungen. Und es ist im wesentlichen ein Heterothema: In Deutschland als Opfer davon betroffen sind vornehmlich junge, ausländische Frauen. Wikipedia gibt hier sehr umfangreich Auskunft.

In diesem Blog taucht das Thema auf, weil die Große Koalition wieder einmal ihren unnachahmlichen Stil im Umgang mit dem Strafrecht beweist:

Anstatt den Frauen z.B. über eine Vereinfachung des Bleiberechts mehr Handlungsfreiheit zu geben (zu liberal) oder gegen die Menschenhändler vorzugehen (zu kompliziert), holt die Bundesregierung die Schrotflinte raus und kriminalisiert die Freier:

Mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren würde nach Zypries (SPD) Entwurf zu rechnen haben, wer unter “Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist”, mit z.B. einer Prostituierten sexuell verkehrt.

Kauder (CDU) will sogar denjenigen bestrafen, der “leichtfertig nicht erkennt”, es mit einer Zwangsprostituierten zu tun zu haben, beispielsweise wenn er auf blaue Flecken bei einer Hure nicht reagiert.

Ich habe nun noch nie sexuelle Dienstleistungen in Anspruch genommen und sicherlich unterscheiden sich hier Homo- und Heteroszene auch, aber ich könnte mir doch vorstellen, daß sich eine Zwangsprostituierte nicht notwendig als solche ausweisen wird oder beworben würde durch: “Wir haben hier noch eine bezaubernde Zwangsprostituierte.”

Aus Sicht des Freiers würde demnach der Abstand zwischen einer vollkommen legalen Handlung (mit einer Prostituierten Sex zu haben) und einer mit bis zu zehn Jahren! bemessenen Straftat (mit einer Zwangsprostituierten Sex zu haben) nur noch aus dem Wort “leichtfertig” bzw. einem richterlichen Verständnis von “offensichtlich” bestehen.

Fast jeder Freier wäre also dem Risiko ausgesetzt, möglicherweise und unbeabsichtigt eine Straftat zu begehen, auf die bis zu zehn Jahre Gefängnis stünde. Damit dann hätte Zypries, unser Gesetzestalent, mit nur einem harten Griff einen nicht unerheblichen Teil der Heteromänner dort gepackt, wo sie am leichtesten zu steuern sind.

Habe ich früher noch gedacht, neuerliche Gesetze seien einfach handwerklich schlecht gemacht, so glaube ich mittlerweile, daß das Abschaffen des Abstands zwischen legal und illegal, die Verwendung sehr weicher und unbestimmter Begriffe und die daraus entstehenden rechtlichen Grauzonen beabsichtigt sind.

Und den Anschein zu erwecken, bei sexualisierter Gewalt hart durchzugreifen, kommt gut an: Bei einer Umfrage des Spiegel waren 73% der Befragten dafür, die Freier von Zwangsprostituierten (drakonisch?) zu bestrafen.

Ich wiederhole mich: Die sexuelle Freiheit in einem Land ist der beste Indikator für die Freiheit in diesem Land überhaupt.

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Mai 04 2008

Ganz schön geupdated.

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Ich habe das WordPress-Update diesmal ganz schön hinausgeschoben – dabei war es jetzt, beim zweiten Mal, gar nicht mehr so nervenzehrend.

WordPress Update Disk

Nachdem Floris Blog inzwischen von Spam-Robotern entdeckt wurde, habe ich außerdem einen Spamfilter installiert.

Normale Kommentare sollten von dem Filter nicht betroffen sein und sofort nach dem Absenden erscheinen.

Falls jemand Viagra oder Xananx hatte kaufen wollen, tut es mir natürlich leid.

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Apr 06 2008

Was bitte sind Emos?

Published by floris under Musik,schwul

Emo gibt es angeblich schon seit den 80′ern. An mir ist es allerdings spurlos vorbeigegangen. Punk hingegen hat mich sogar sozialisiert – zugegeben in einer abgeschwächten, ästhetisierten und schwulen Form. Eine große Liebe stand auch mal auf Gothic, hat es aber so nicht genannt und einen verlassenen Mod gab’s früher auf unserer Schule – schon damals außerhalb seiner Zeit.. aber Emos?!

Emos

Heutige Emos sind weltweit vorzufinden: Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren (Ausnahmen bestätigen die Regel), die sich vor allem durch zwei Dinge auszeichnen: Eine betont gefühlsbetonte Lebenseinstellung, sensibel und melancholisch, und dazu einen Kleidungsstil mit Punk- und Gothicelementen, wie dunkler Kleidung, Nietengürtel und enganliegenden Hosen.

Aber auch Hello Kitty findet ihren Platz, wie überhaupt Popkultur mit schrillen Farben und engen, bedruckten Tshirts. Kennzeichnend ist ein Scheitel von solchen Außmaßen, daß er wenigstens eines der schwarz geschminkten Augen verdeckt. Achja, und Emo ist ein Musikstil. Und Tokio Hotel ist nicht Emo, hätte man ja denken können, hab ich aber herausgefunden (man achte vor allem auf die Kommentare).

Auf SpOn kann man nun lesen, daß es in Mexiko ziemlich gefährlich für die Emos geworden sei. Emo ist dort zur Zeit ziemlich populär, doch nun greift eine Allianz aus Punks, Gothics und Skatern sie brutal an. “Tod den Emos” wird gerufen, “sie haben unsere Musik und unseren Stil gestohlen.”

Was nach SpOn aber vor allem den Haß auf die Emos schürt, ist ihr androgynes Erscheinungsbild. Das hetero-machistische Mexiko schießt sich mit unverhohlen schwulenfeindlichen Postionen vor allem auf die männlichen Jugendlichen ein, die sich unmännlich emotional geben und von ihren Angreifern als homo- oder emosexuell bezeichnet werden.

Offenbar identifizieren nicht geringe Teile der mexikanischen Öffentlichkeit die Emo-Bewegung mit der Schwulenbewegung und reagieren entsprechend. Einen Kommentar dazu auf Benji’s Blog habe ich bei Emo Earth gefunden.

Dorther stammt auch folgendes Video:

[youtube sLUh1xnVCfM]

YouTube: Anti-Emo Ausschreitungen in Mexiko mit schiefer Übersetzung.

Das also sind Emos.

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Mrz 19 2008

Paddy’s Day

Published by floris under sonst

Ich war zum St. Patrick’s Day in Dublin und habe innerhalb von fünf Tagen die Alkoholmenge zu mir genommen, die sich sonst auf mehrere Monate verteilt. Das war ganz schön anstrengend. Und ganz schön schön.

Shamrocks

Und ganz schön kurz. In Irland war ich praktisch nur zwei Tage. Wie aber für Reisen vorgeschrieben und auf Kurztrips erwünscht, habe ich ein paar Bekanntschaften gemacht:

Den hübschen Adam vor allem, aus New Jersey, der jetzt wohl schon wieder dabei ist, die grüne Insel zu umrunden.

Und ich seufze hier.. Allerdings ohne Whiskey und Guinness.

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Mrz 07 2008

Edison läßt China erröten

Published by floris under Filme

Edison Chen ist in China ein Superstar, so etwa das Kaliber von Justin Timberlake in den USA. Und jetzt ist der 27-jährige in einen peinlichen Sex-Skandal verwickelt:

Edison Chen

Im Internet waren etwa 1.300 Fotos aufgetaucht, die ihn mit Liebhaberinnen zeigen – wieviele der Fotos pornographisch sind, weiß ich nicht, genug sollen es jedenfalls sein. Pikant daran ist nicht nur, daß viele der jungen Damen selbst ziemlich berühmt sind, sondern auch, daß Pornographie in China verboten ist und der hübsche Edison inzwischen in dem Verdacht steht, die Bilder selbst ins Internet gestellt zu haben.

Bis vor wenigen Jahren war Sex als öffentliches Thema in China undenkbar. So sehen jetzt offenbar viele Chinesen in Edisons Sexy Photos Gate ein weiteres Beispiel für den moralischen Verfall der chinesischen Gesellschaft. Und der wiederum sei nur eine der Auswirkungen einer immer verwestlichteren Gesellschaft.

Zeitungen in Hong Kong von Januar 2008

Spon zitiert eine 25-jährige Chinesin aus Peking: “Ich habe die Fotos nicht gesehen, und ich will sie auch nicht sehen. Ich bin schockiert davon.”

Edison gibt sich nun sehr zerknirscht. Auf mehreren Pressekonferenzen entschuldigt er sich so wortreich bei den Ladies und der chinesischen Gesellschaft, daß man glauben könnte, er habe sonstwas mit den Damen angestellt.

Schließlich erklärte er sogar seinen endgültigen Abschied aus dem HongKong’er Filmgeschäft, hier ein YouTube-Video dazu.

Ich jedenfalls würde es sehr schade finden, wenn es in Zukunft keine Filme mehr mit Edison gäbe..

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Feb 27 2008

He is british.

Published by floris under Filme

Ich habe vieles bisher nicht über ihn gewußt, allem voran: Hugh Laurie ist Brite. Ich hatte mich gewundert, als ich ihn zusammen mit Stephen Fry singen sah.

Hugh Laurie

Hier das Youtube-Video dazu. Die beiden hatten in den frühen 90ern eine Comedy-Serie in der BBC:
A Bit of Fry and Laurie – nie davon gehört vorher. Dieser Vergleich erscheint sogar mir seltsam, aber er hatte offenbar eine ähnlich Art von Humor wie Karl Dall zu der Zeit.

Anders als der, hat Hugh Laurie es allerdings geschafft, von Jahr zu Jahr besser auszusehen. Noch zwei Fakten:

Hugh spricht sich “Chjuh” und nicht “chjuhdsch” wie huge. Und: Die Frage nach der sexuellen Orientierung will in einem schwulen Blog ja auch beantwortet sein: Hugh Laurie ist nach allen mir vorliegenden Erkenntnissen so hetero, wie ein Brite es sein kann.

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